Wuppertal ist eine Stadt im Aufbruch. Wachsende Einwohnerzahlen, der Ausbau der Nordbahntrasse, die Renaturierung der Wupper und sichtbare Modernisierungsprojekte, allen voran das neue Tor zur Stadt am Döppersberg,  stehen für diesen positiven Trend. Wuppertal verändert sich, was sowohl mit lokalen Dynamiken als auch mit überregionalen und globalen Entwicklungen zu tun hat.

Schon jetzt sind weitere große Veränderungen zu erkennen. Auf diese muss sich Wuppertal wie andere Städte in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland und in Europa einstellen. Mobilität wird elektrischer; Klimaanpassung, Wachstum, demografischer Wandel und die Differenzierung der Gesellschaft waren Anlass für eine Vielzahl von lokalen Handlungsprogrammen und Projekten. Ein Stadtentwicklungskonzept macht die vorhandenen Planungen nicht überflüssig, sondern integriert diese in eine Gesamtstrategie. Formuliert wird die programmatische Ausrichtung für die zukünftige Entwicklung Wuppertals.

Der Rat der Stadt Wuppertal hat am 20.02.2017 den Beschluss gefasst, ein integriertes Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden im ersten Halbjahr 2019 vorliegen.

Warum braucht Wuppertal ein Stadtentwicklungs­konzept?

Die Herausforderungen Wuppertals, die sich sowohl aus globalen Veränderungen (Klimawandel, Differenzierung der Gesellschaft, Digitalisierung) als auch aus lokalen Gegebenheiten (z.B. Knappheit an Flächenressourcen, Herausforderung der Integration) ergeben, sind Anlass für eine Vielzahl von Planungen und Projekten, wodurch sich das Gesicht Wuppertals stetig verändert. Die Stadt Wuppertal hat erkannt, dass eine übergeordnete Strategie nötig ist, um gute Antworten auf diese Herausforderungen zu finden, die zugleich gut aufeinander abgestimmt sind.

Das Stadtentwicklungskonzept wird die Stadt nicht neu erfinden, aber es wird die Stadt in ihren Möglichkeiten  und Chancen neu „lesen“ und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern neu „denken“. Die zahlreichen schon vorhandenen Planwerke und Konzepte sind hierfür Ausgangspunkt. Im Rahmen des Analyseprozesses werden diese geordnet und priorisiert. Es wird nach Synergien zwischen verschiedenen Handlungsfeldern und Ressorts gesucht, um neue Potenziale für Wuppertal sichtbar zu machen. Das Stadtentwicklungskonzept formuliert zudem eine räumliche Gesamtstrategie für die Zukunft Wuppertals.

Strukturkarte von Wuppertal
Strukturkarte von Wuppertal
Eine Übersicht bestehender Konzepte und Planwerke der Stadt
Eine Übersicht bestehender Konzepte und Planwerke der Stadt

Was ist ein Stadtentwicklungs­konzept?

Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept ist ein strategisches Planungsinstrument, welches die künftige Entwicklung gesamtstädtisch betrachtet und steuert. Ziel des Stadtentwicklungskonzeptes ist es, gemeinsam über die Zukunft Wuppertals nachzudenken und zu formulieren, wie sich die Stadt in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten entwickeln soll.

Ein Stadtentwicklungskonzept besteht aus Plänen und Texten, die die künftigen Entwicklungsziele und Strategien beschreiben. Es werden räumliche Aussagen zur Gesamtstadt und zu einzelnen städtischen Teilräumen (z.B. den Bereich der Wupper) gemacht.

Wie können Sie sich beteiligen ?

Der öffentliche Prozess zum Stadtentwicklungskonzept beginnt mit der Auftaktveranstaltung am Montag, 22. Januar 2018 um 19 Uhr in der St. Laurentius-Schule. Im Prozess können laufend Anregungen, Ideen und Kommentare abgegeben werden:

Mitreden vor Ort

Im Rahmen von vier öffentlichen Veranstaltungen haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, direkt mit dem Team des Stadtentwicklungskonzeptes Kontakt aufzunehmen und sich aktiv an der Erarbeitung des Konzepts zu beteiligen. Zur Auftaktveranstaltung am 22. Januar haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, durch Rückmeldungen an vier Stationen ihre Wünsche an die Zukunft Wuppertals zu fomulieren und wichtige Themen für das Stadtentwicklungskonzept einzubringen. Im Rahmen von drei Zukunftswerkstätten kann man dann den Expertinnen und Experten „über die Schulter schauen“ und auch eigene Ziele und Prioritäten für Wuppertal benennen. Hier geht es zu den öffentlichen Terminen.

Online-Informationen

Ergebnisse der Arbeitstreffen und der Zukunftswerkstätten werden fortlaufend für alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler online bereitgestellt. Über das Kontaktformular haben Sie die Möglichkeit, mit den Autorinnen und Autoren des Stadtentwicklungskonzepts Kontakt aufzunehmen.

Individuelles Feedback

Über die Wuppertaler Glücks-App – eine vom Wuppertal-Institut entwickelte Innovation – hoffen wir durch zielgerichtete Umfragen für das Stadtentwicklungskonzept wichtige Informationen von den Bürgerinnen und Bürgern zu bekommen; denn niemand kennt Wuppertal besser als seine Einwohnerinnnen und Einwohner. Die Umfragen finden jeweils vor den Zukunftswerkstätten statt. Wer nicht an der Umfrage der Glücks-App teilnehmen kann, hat die Gelegenheit, dies im Rahmen der Zukunftswerkstätten nachzuholen. Die Website der Wuppertaler Glücks-App finden Sie hier.

Foto-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Wenn man wissen will, wie sich eine Stadt verändern soll, ist es gut, einen Blick in die Vergangenheit zu richten. Wer die eigene Geschichte kennt, dem fällt es viel leichter, sich gute Ideen für die Zukunft auszudenken. Darum sind alle Wuppertaler Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich am Wettbewerb „Wuppertal GESTERN, HEUTE und MORGEN“ zu beteiligen. Die Wuppertaler Geschichte und ihre Veränderung soll so sichtbar werden. Ergebnisse werden im Sommer 2018 ausgestellt.

Projektschema zum Stadtentwicklungskonzept
Projektschema zum Stadtentwicklungskonzept

In welchen Schritten wird das Stadtentwicklungs­konzept erarbeitet?

Am 20.02.2017 wurde durch den Rat der Stadt Wuppertal die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzepts beschlossen. Hierzu wurde ein Eckpunktepapier erarbeitet, welches Ziele formuliert und die Arbeitsweise für die Erstellung des Stadtentwicklungskonzepts vorgibt.

Das Stadtentwicklungskonzept wird federführend im Ressort Stadtentwicklung bearbeitet. Im Herbst 2017 wurde nach einem mehrstufigem Bewerbungsverfahren das Büro De Zwarte Hond aus Köln mit der Durchführung und inhaltlichen Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzepts beauftragt.

Das Jahr 2018 wird dazu genutzt, einen Entwurf für ein Stadtentwicklungskonzept zu erstellen, der Anfang 2019 in die politischen Gremien zur Diskussion und Beschlussfassung eingesteuert werden kann. Dabei wird das Planungsbüro von einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe unterstützt, in der alle Geschäftsbereiche der Verwaltung vertreten sind. Die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung, der Zukunftswerkstätten und der übrigen Beteiligungsformate fließen in diesen Prozess ein.